DIE „AMPEL“-KOALITION

DIE „AMPEL“-KOALITION

28. August 202

Gedicht von Thomas Gsella

Ach, könnt man vorher schlauer sein!
Wir wählten diesen Sauverein –
Pardon. Das war unsachlich.
Ich habe ihn ja nicht gewählt.
Du aber doch (so wird erzählt).
Deswegen nun streng fachlich:

So oft ich diesen Lindner seh,
So oft tut mir die Seele weh.
O Alp der Menschenkenner!
Das Tempolimit? „Haha, Schnee
Von gestern,“ tönt’s vom Kanapee
Der Feisten Doofen Penner.

Der Mindestlohn, jaja, juchhu.
Beschlossen hat den die EU,
Und reichen tut er längst nicht.
Die Helfer in Kabul: allein,
Und falls du denkst, das darf so sein,
Dann könnte sein, du denkst nicht.

Für Putins Krieg, da könnse nix,
Doch können Pazifisten fix
Statt Frieden Krieg befördern.
Blut fließt und Schampus überall
Bei Lockheed und bei Rheinmetall
Und gleichhofierten Mördern.

Hundert Milliarden geben sie,
So viele kriegte Bildung nie,
Die Armut, die Gesundheit.
Die unten tragen dieses Joch.
Wie grau sie ist! Sie lebe hoch,
Die rotgrüngelbe Buntheit!

Die Schulen und die Bahn sind Schutt.
Die Bundeswehr ist nicht kaputt,
Doch lohnt sich die Legende.
Für Flüchtende gilt Menschenrecht,
Zumal für weiße. Schwarz ist schlecht.
Ich komme bald zum Ende.

Zwar gaunern sie mit Masken nicht,
Doch bleibt der Lebensschutz nicht Pflicht.
So sind`s nun ihre Toten.
Das Wetter immer noch zu heiß,
Einsfünfzig für ne Kugel Eis,
Und „Bild“ noch nicht verboten –

Die „Ampel“. Tja. Allein das Wort.
Es ist so doof, ach, könnt man fort,
Es niemals mehr zu hören.
Was kann denn so´n Verkehrsding für
All dieses Elend jetzt und hier,
Gewillt, mich zu empören?

Moral: Geht`s munter höllenwärts,
Gilt eins doch fraglos immer:
Es wär das Pack um Bankster Merz
Tatsächlich NOCH mal schlimmer.

Foto: Tom Hinter

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