Gerettete an Bord der Rise Above

Über 100 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht

Über 100 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht

11. Januar 2023

Bericht von Kathi Happel

Die Zahl der Menschen, die weltweit aus ihrer Heimat fliehen müssen, war noch nie so hoch wie heute. Laut Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) wurde in der Mitte des letzten Jahres ein dramatischer Rekordstand von über 100 Millionen Vertriebenen erreicht. Hauptgrund für den rapiden Anstieg ist die enorme Fluchtbewegung in der Ukraine ‒ in Kombination mit verschärften Notlagen in anderen Teilen der Welt.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat laut Angaben der Vereinten Nationen (UN) die am schnellsten wachsende und eine der größten Fluchtbewegungen seit dem Zweiten Weltkrieg hervorgerufen (1). Fast 8 Millionen Menschen seien aus der Ukraine geflohen und weitere rund 6 Millionen mussten als Binnenvertriebene innerhalb des Landes fliehen, teilte das UNHCR Deutschland mit (2). Insgesamt entspricht das über einem Drittel der ukrainischen Gesamtbevölkerung. Aber auch in anderen Ländern, beispielsweise Afghanistan oder Venezuela, hat sich die Lage verschlechtert. Dadurch ist die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikt, Hunger und Verfolgung fliehen müssen, im letzten Jahr auf über 100 Millionen gestiegen ‒ das sind mehr als doppelt so viele Vertriebene als noch vor 10 Jahren (1). Bei einer Weltbevölkerung von derzeit rund 8 Milliarden (3) heißt das außerdem: einer von 80 Menschen auf der Welt ist auf der Flucht.

Der überwiegende Teil der Geflüchteten kommt dabei aus nur wenigen Ländern: allen voran Syrien, gefolgt von Venezuela, Ukraine, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. Aber auch Menschen aus vielen anderen Ländern sind betroffen, unter anderem aus Jemen, Nigeria und dem Irak (1).

Diese erschreckenden Zahlen und die Tatsache, dass globale Fluchtbewegungen nicht kleiner, sondern kontinuierlich größer werden, machen deutlich wie wichtig es ist und weiterhin bleiben wird, denjenigen unter uns zu helfen, die fliehen müssen. Mit unseren Hilfsprojekten in Afghanistan und der Ukraine, sowie Rettungsaktionen im Mittelmeer tun wir, was wir können, um Menschen auf der Flucht beizustehen – und ohne die finanzielle Unterstützung unserer Spender:innen, wäre das nicht möglich.


Quellen:
1.) UNHCR Mid-Year Trends 2022 (www.unhcr.org/statistics/unhcrstats/635a578f4/mid-year-trends-2022.html)
2.)Tagesschau am 08.01.23, 20:11 Uhr (www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1138527.html)
3.)Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (www.dsw.org/weltbevoelkerung/)

Foto: Johannes Räbel

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