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STELL DIR VOR...

Foto: Markus Heine / heineimaging

Stell Dir vor, Du hast keine Perspektive mehr dort, wo Du gerade bist. Weil Krieg herrscht, Du in Armut lebst, weil Du politisch verfolgt wirst, weil es keine Zukunft da gibt, wo Du gerade bist. - Du musst einfach abhauen. Stell Dir das kurz vor. ...

Wie wäre es dann, wenn eine Fähre Dich mitnimmt - dorthin, wo es sicher ist. Du bräuchtest Dich keinen Schleppern anvertrauen, den Tod in einem zum Bersten gefüllten Schlauchboot über das Meer wagen... Ja, das wäre humanitär angemessen.

Heute sieht die Situation leider anders aus. So leid es uns tut, man muss es aber so sagen: Menschenleben sind vielen egal, und viele trauen sich, das offen zu sagen.
Und so glauben Politiker auch, dass sie ungestraft, an Menschenrechtsverletzungen mitwirken können. Anhand dieses Dokuments ist ansatzweise nachzuvollziehen, was in Libyen abgeht: UN-Bericht
- Bekannte Fakten zu Menschenrechtsverletzungen - auch und besonders durch die Libysche Küstenwache!

Im Wissen darum werden diese - man muss es so nennen - Kriminellen von den EU-Regierungen unterstützt. Wenn man an die "Rückführungen" von Menschen denkt, die schon im Schlauchboot sitzen, muss man von Vorsatz ausgehen! Denn inzwischen weiß jede*r, dass dann Folter, Vergewaltigung und Sklaverei unausweichlich warten - auch in Lagern, die staatlich kontrolliert sind.

Mit Material, Geld und Daten werden also bekannte Kriminelle versorgt, um widerrechtlich Menschen von der Flucht abzuhalten, sie auszubeuten, zu vergewaltigen, zu foltern oder umzubringen.

Was sollst Du davon halten? Oder besser: wie kannst Du Dich dazu verhalten? Den Kopf in den Sand stecken, mit den Schultern zucken?

Solange auch nur der Hauch einer Chance besteht, jemandem das Leben zu retten, versuchen wir es! Wenn es keine Fähren gibt, keine sicheren Fluchtwege, versuchen wir denen beizustehen, die sich auf ihrem Weg in Gefahr begeben müssen. Findest Du, dass dies ein angemessener Anspruch ist, Menschen gegenüber?

 

2017
Aug 
19. 

DIE MENSCHEN HINTER DEN ZAHLEN

In den Nachrichten sieht man oft spektakuläre Bilder: überfüllte Schlauchboote und Actionszenen, in denen es um Leben und Tod geht. In einem ersten Beitrag betrachten wir, welche Verletzungen die Menschen haben. Dafür sprach Axel mit Arzt Christoph Zenses:

2017
Aug 
18. 

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